Ernährung bei ReizdarmsyndromWelche Ernährungsweise hilft bei funktionellen Darmerkrankungen?03.09.2009 Cindy Werder
Bauch - Cindy Werder
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Darmerkrankung, die mit Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen unterschiedlichster Art (wie Verstopfung und Durchfall, aufgeblähter Magen, Darmkrämpfe und diffuse Beschwerden, die den gesamten Unterleib erfassen) einhergeht. Unter dem Reizdarmsyndrom leiden etwa doppelt so viele Frauen als Männer. Ursachen der Darmerkrankung RDSEine der heutzutage häufigsten Ursachen für das Reizdarmsyndrom ist Stress. Oft wird die Erkrankung auch durch den Zuckeraustauschstoff Sorbit oder durch eine Lactoseunverträglichkeit hervorgerufen. Steht eine Nahrungsmittelunverträglichkeit als Ursache in Verdacht, besteht die Möglichkeit einer Ausschluss-Diät, um Klarheit zu gewinnen. Ebenso können Antibiotika die Auslöser eines Reizdarms sein, da sie die Darmbakterien zerstören. Ernährungstherapeutische Ziele in der Behandlung des ReizdarmsyndromsIm Vordergrund ernährungstherapeutischer Maßnahmen steht die Linderung der Symptome. Dieses Ziel ist allerdings nur begrenzt erreichbar und individuell abhängig von den jeweils als verträglich oder unverträglich wahrgenommenen Lebensmitteln des einzelnen Betroffenen. Dennoch sollte eine einseitige, unausgewogene Ernährung aus Angst vor der Auslösung der Symptome weitgehend vermieden werden. Ebenso sollten möglicherweise auftretende Mangelzustände ärztlich abgeklärt und gegebenenfalls entsprechend behandelt werden. Ernährungsweise zur Linderung der Beschwerden bei RDSDie Ernährung von Menschen mit Reizdarmsyndrom sollte sich grundlegend an den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren. Hier wird vor allem eine überwiegend pflanzliche, ballaststoffreiche aber fettarme Kost mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Mit der täglichen Kost sollten mindestens 30 g überwiegend lösliche Ballaststoffe (hauptsächlich in Äpfeln, Birnen, Datteln, Gersten- und Roggenprodukten) aufgenommen werden. Weiterhin ist es wichtig, regelmäßige Mahlzeiten einzuhalten. Achten Sie dabei darauf, 5 mal täglich jeweils kleine Portionen zu sich zu nehmen. Lebensmittel, die häufig Symptome auslösen:
Um die Beschwerden zu lindern, sollten außerdem folgende Lebensmittel gemieden werden:
Ein verminderter Fettgehalt der Nahrung führt in einigen Fällen ebenso zur Verbesserung der Symptome. Soweit verträglich können auch andere Lebensmittel unterstützend wirken. Dies sind zum Beispiel:
Tipps für Reizdarm-Patienten
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel den ärztlichen Rat nicht ersetzen kann! Literatur:Mörixbauer A: Chronisch entzündeter Darm. ernährung heute 4: 12-13 (2008). Forum Ernährung heute: Online-Test Kontra Darm-Alarm. Newsletter vom 21.12.2009, mit CED-Check Studie: http://www.ced-check.at/ , (Zugriff am 21.12.2009). Urheberrecht: Cindy Werder. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.
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