Allheilmittel Schwarzkümmel und das Immunsystem

Nigella damascena L. besitzt gesundheitsfördernde Eigenschaften

06.09.2009 Cindy Werder

Die alten Ägypter betrachteten den Echten Schwarzkümmel als Allheilmittel und er wird im Orient schon seit mehr als 2.000 Jahren medizinisch eingesetzt.

Schwarzkümmel gehört zu den Hahnenfußgewächsen, ist in Nordafrika heimisch und wird auch in der Türkei und im Orient angebaut. Ihm werden zahlreiche, teils mittlerweile untersuchte, heilende Wirkungen nachgesagt. Mohammed, der islamische Prophet, schrieb bereits vor 1.500 Jahren in seiner Schrift Hadith: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit, außer den Tod".

Anwendungsgebiete und Verwendungszwecke von Schwarzkümmelöl

In den USA ist Schwarzkümmelöl zwar als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, findet jedoch keine Anwendung als Heilmittel oder Arznei. In Europa kennt man Schwarzkümmel zwar als Gewürz und Öl, seine medizinischen Wirkungen waren jedoch bis vor einiger Zeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Inzwischen werden wieder vielfältige Produkte aus Schwarzkümmel angeboten und finden großen Absatz.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften des Schwarzkümmels

In der Naturheilkunde wird reines Schwarzkümmelöl vor allem zur Behandlung von allergischen Erkrankungen, Neurodermitis und Schuppenflechte (Psoriasis) verwendet. Zudem werden ihm antivirale und antifungale Eigenschaften zugeschrieben.

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Schwarzkümmels beruht in der Hauptsache auf dem im ätherischen Öl enthaltenen Carvon, das auf den Magen anregend, auf den Darm jedoch beruhigend und Blähungen entgegen wirkt. Dies fördert die natürliche Darmflora, während krank machende Bakterien unterdrückt werden. Damit lässt sich die mildernde Wirkung bei allergischen Reaktionen, beispielsweise bei Asthma, Pollenallergien (Heuschnupfen), Stauballergien und auch bei grippalen Infekten erklären.

Nigella damascena L. beeinflusst das menschliche Immunsystem

Das Schwarzkümmelöl enthält sehr viele ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Linol- und Gamma-Linolensäuren, welche eine bedeutende Rolle in der Funktion des menschlichen Immunsystems einnehmen.

Verschiedene neuere Untersuchungen belegen positive Effekte auf das Immunsystem und berichten sogar von einem Einfluss auf den Entzündungs-Stoffwechsel. Einige Wissenschaftler sind von der krebshemmenden Wirkung des Schwarzkümmels überzeugt, da ein Extrakt aus Schwarzkümmel ihren Ergebnissen zufolge hilft, Knochenmark- und Immunzellen zu stimulieren. Es steigert die Produktion von Interferon (einem Boten- und Signalstoff des Immunsystems), schützt normale Zellen vor den zellschädigenden Effekten durch Viren, zerstört Tumorzellen und erhöht die Anzahl antikörperproduzierender B-Zellen.

Bei einer Untersuchung der Inhaltsstoffe und Wirkungsweise von Schwarzkümmel-Extrakt kamen deutsche Forscher zu dem Ergebnis, dass die Inhaltsstoffe im Schwarzkümmelöl die übersteigerte T-Zellenfunktion des Allergikers stabilisieren und die krankhaft gesteigerte Immunreaktion durch Antikörper unterdrücken. Die bei allergischen Reaktionen übertriebene Immunantwort wird normalisiert und die Ausschüttung von Histamin verringert. Damit erklärt sich der stark immunregulatorische Effekt des Schwarzkümmelöls.

Schwarzkümmel in der Medizin der Zukunft

Zwar stehen weitere wissenschaftliche Untersuchungen sowie therapeutische Ansätze und die Entwicklung von Medikamenten noch aus, wer jedoch experimentierfreudig ist und sich selbst von der vielseitig propagierten Heilkraft des Schwarzkümmels überzeugen will, dem stehen zahlreiche Produktangebote im Handel und für weitere Informationen auch eine Internetseite zum Thema Schwarzkümmel zur Verfügung.

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